Bye bye, my love…

Nunja, ganz so innig war die Liebe gegen Ende hin nicht mehr, aber ein bisschen wehmütig war mir schon, als ich mein iBook vor kurzem zur Post gebracht habe. Aber was soll ich sagen – mir war der Mac einfach zu langsam geworden. Ruckelnd scrollende Webseiten, größere Flash-Animationen, die das das gesamte System auszulasten schienen, und eine insgesamt eher bescheidene Performance haben mich dazu gebracht, das Gerät zu verkaufen.

Für den Erlös aus der Auktion (plus ein bisschen dazu) habe ich mir dann einen Asus Laptop (A9-Rp) zugelegt. Der Schritt weg von MacOS tut schon weh, aber für mich haben die Vorteile einfach überwogen. So brauche ich mir nun z.B. nur eine Version von MS Office zuzulegen (mit OpenOffice alleine komme ich leider nicht aus), und kann diese sowohl auf meinem PC als auch auf dem Notebook installieren, und auch die Druckerfreigabe funktioniert in einer reinen Windows-Umgebung deutlich problemloser (vor allem, wenn man einen Drucker ohne offizielle Mac-Unterstützung hat).

Nach zwei Wochen mit Windows unterwegs muss ich aber sagen, dass ich den richtigen Schritt getan habe. Nachdem ich diese total zugemüllte Werks-Installation von Windows XP runtergeschmissen habe und alles sauber neu aufgesetzt habe, läuft das Teil wunderbar rund, und auch das WLAN hat sein anfängliches Mucken abgestellt. Softwaremäßig gibt es überhaupt wenig auszusetzen, lässt man die bekannten Schwächen Windows‘ gegenüber MacOS X außer Acht. Also alles bestens? Fast, ein paar Dinge fehlen mir doch:

  • Lautstärke: Mein iBook war 99% der Zeit nicht zu hören. Die Lüfter sprangen eigentlich nur an, wenn man es im Bett zu tief in die Decke einsinken ließ und dadurch sämtliche Luftzufuhr unterbunden wurde. Der Celeron M-Prozessor im Asus scheint dagegen eine ordentliche Kühlung zu benötigen, so dass der (zwar nicht besonders störende, aber doch gut hörbare) Lüfter recht häufig läuft.
  • Gewicht: Das iBook war schon nicht gerade besonders leicht, der neue aber bringt mit seinen gut 3kg schon ein gewaltiges Kampfgewicht auf die Waage, beziehungsweise vor allem in meine Tasche! Aber bei einem Kaufpreis von knapp 600,- Euro kann man wohl nicht viel weniger erwarten. Ansonsten bleibt nur ein intensives Schulter- und Rückenmuskeltraining als Abhilfe. 😉
  • Das Netzteil: Wie genial das Apple-Netzteil mit den integrierten Kabel-aufroll-Haken war, merkt man erst, wenn man eins dieser 08/15-Netzteile hat. Nicht nur war es bedeutend kleiner, auch die jetzt ständig nervende Frage „Wohin mit dem ganzen Kabel in der Tasche?“ stellte sich mir früher nie.

Nichtsdestotrotz bin ich froh den Neuen zu haben, der Punkt „Geschwindigkeit“ wiegt alles auf. Und so wenig ich Microsoft-Produkte mag – endlich eine komplett reibungslos Funktionierende Kommunikation zwischen Notebook und Heim-PC zu haben ist wirklich sehr, sehr angenehm.

Jetzt noch kurz die Daten des Laptops sowie ein paar schnell gemachte, schlechte Fotos:

  • 15″ Display (1024×768)
  • Intel Celeron M 420 Prozessor (1,6GHz)
  • 1,5GB RAM (Original: 512MB)
  • ATI X200 Mobility-Grafik (128MB shared VRAM)
  • 60GB Platte
  • CD/DVD-Multi-Brenner
  • Card-Reader für SD-Karten etc.
  • LAN, WLAN, USB, Sound, Modem integriert

Laptop von vorne Laptop von vorne links Laptop von vorne rechts

Von Martin

2 Kommentare zu „Bye bye, my love…“
  1. Hi Martin,

    stehe auch gerade kurz vor der Entscheidung mir ein Notebook zu kaufen und dafür meinen Mac aufzugeben. Habe zu Hause noch einen alten iMAc G3 im Betrieb mit dem guten alten Mac-OS 9.2. Merke aber, dass ich mehr und mehr technisch ins Hintertreffe gerate. Keine Dowloads verfügbar, kaum auf die neue DSL Technik einstellbar etc.pp.
    Naja, da bin ich eben auf das ASUS Notebook A9 RP gestoßen. Las, das es relativ laut sein soll …. du schreibst ja auch ähnliches und bist dennoch sehr zufrieden. Laut Testberichten schneidet es auch recht ordentlich ab.

    Dein Bericht hilft mir jedenfalls bei meiner Entscheidungsfindung.

    Grüße
    stiensel

  2. Hallo Stiensel,

    freut mich, dass mein Geschreibsel auch mal jemandem nutzt 😉
    Ja, der Lüfter geht recht oft an und ist dann aucht gut hörbar – aber sobald man nicht in totaler Stille sitzt (weil z.B. Musik im Hintergrund läuft) bemerkt man ihn fast nicht mehr.

    Ich weiß nicht, was das A9-Rp zur Zeit kostet, aber da sich auf jeden Fall ein Upgrade des RAMs auf 1 oder 1,5GB empfiehlt, kommt man schnell preislich in Regionen, in denen auch „echte“ Centrino Notebooks (also mit Pentium M-Prozessor oder sogar Core Duo) liegen. Die sind natürlich ein gutes Stück schneller und dank SpeedStep auch wesentlich leiser.

    Aber was die Verarbeitung etc angeht, ist das A9-Rp wirklich prima!

    Gruß,
    Martin

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